Glossar

Sorgfaltspflicht

Das Wichtigste in Kürze

Sorgfaltspflichten sind gesetzliche oder vertragliche Prüf- und Verhaltensanforderungen, die Risiken, Missbrauch und Pflichtverletzungen im Finanzverkehr begrenzen sollen.

Im Finanz- und Geldwäschekontext umfassen Sorgfaltspflichten je nach Regelwerk insbesondere die Identifizierung von Kunden, die Feststellung wirtschaftlich Berechtigter, die Prüfung des Geschäftsmodells und die laufende Überwachung von Geschäftsbeziehungen. Umfang und Intensität richten sich unter anderem nach dem Risiko. Finanzintermediäre müssen dabei nicht jede Transaktion verhindern, sondern ihre gesetzlich vorgesehenen Prüf- und Dokumentationspflichten erfüllen.

Für Anleger kann sich eine Sorgfaltspflicht beispielsweise in Nachfragen zur Identität, Herkunft von Geldern oder zum Zweck einer Transaktion zeigen. Solche Nachfragen sind nicht automatisch ein Verdacht und sagen für sich allein nichts über die Seriosität einer Person aus.

Sorgfaltspflicht ist nicht dasselbe wie eine Anlageberatung oder eine Garantie gegen Betrug. Quelle: BaFin – Geldwäscheprävention.

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