Glossar

Tax-Loss Harvesting

Das Wichtigste in Kürze

Tax-Loss Harvesting bezeichnet eine Anlagestrategie, bei der Verluste durch einen Verkauf steuerlich realisiert und – soweit das geltende Recht es zulässt – mit passenden Kapitalgewinnen verrechnet werden.

Der steuerliche Effekt entsteht nicht durch einen bloßen Buchverlust, sondern grundsätzlich erst durch die Realisierung eines Verlusts. Ob und in welcher Höhe eine Verrechnung möglich ist, hängt von der Anlageart, den Verlustverrechnungstöpfen und dem jeweils geltenden Steuerrecht ab. Ein anschließender Kauf desselben oder eines ähnlichen Wertpapiers kann außerdem eigene Kosten, Kursrisiken und rechtliche Fragen auslösen.

Beispiel: Ein Anleger verkauft eine Position mit Verlust und prüft anschließend, ob dieser Verlust nach den Regeln des deutschen Steuerrechts mit einem passenden Kapitalgewinn verrechnet werden kann. Daraus folgt weder automatisch eine Steuerersparnis noch eine sinnvolle Anlageentscheidung. Die Strategie kann die Portfoliozusammensetzung und den Anlagehorizont verändern.

Tax-Loss Harvesting ist nicht dasselbe wie eine allgemeine Verlustverrechnung; es beschreibt vor allem den planmäßigen Umgang mit realisierten Verlusten. Quelle: Bundesfinanzministerium – Einkommensteuer.

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