Glossar

Altersarmut

Das Wichtigste in Kürze

Altersarmut bezeichnet eine finanzielle Lage im höheren Lebensalter, in der die verfügbaren Mittel den notwendigen Lebensunterhalt nicht ausreichend decken.

Der Begriff beschreibt keine einzelne Ursache. Eine niedrige gesetzliche Rente, unterbrochene Erwerbsbiografien, hohe Wohnkosten, fehlende private Vorsorge oder gesundheitlich bedingte Ausgaben können die finanzielle Situation im Alter beeinflussen. Für statistische Vergleiche werden je nach Untersuchung unterschiedliche Einkommens- und Haushaltsgrenzen verwendet. Aussagen zur Altersarmut sollten daher immer die zugrunde liegende Definition nennen.

Für die Vorsorgeplanung ist der Begriff relevant, weil er auf das Risiko einer dauerhaften Versorgungslücke aufmerksam macht. Eine persönliche Einschätzung lässt sich daraus allein nicht ableiten. Sie erfordert unter anderem eine realistische Betrachtung von Rentenansprüchen, Ausgaben, Inflation und vorhandenen Rücklagen.

Altersarmut ist nicht dasselbe wie eine rechnerische Rentenlücke: Die Rentenlücke beschreibt eine Differenz zwischen erwarteten Einnahmen und einem Zielbedarf, während Altersarmut eine tatsächliche oder statistisch definierte finanzielle Notlage bezeichnet.

Quelle: Destatis – Armutsgefährdung.

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